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Tag: 14. Oktober 2021
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4 spannende Fragen zum „Dia de los Muertos“
1. Was ist der „Dia de los Muertos“?
Der Dia de los Muertos, zu Deutsch „der Tag der Toten“ (englisch „Day of Death“) ist das wichtigste mexikanische Traditionsfest in ganz Mexiko und wurde 2003 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt.
Einmal im Jahr (1. + 2. November) findest dieses traditionelle Fest in Mexiko statt. Es gibt Gebiete in Mexiko, die diesen Feiertag stärker feiern als andere. In dem mexikanischen Staat Oaxaca zum Beispiel, als auch in Mexiko City findet dieses spektakuläre Fest in ausgeprägter Form statt. An diesem Festtag wird nicht nur den Toten gedacht, sondern auch das Leben gefeiert.
Zahlreiche Mexikaner versammeln sich zu dieser Zeit traditionell auf Friedhöfen. Dort werden die Verstorbenen geehrt, indem an sie durch aufgestellte Bilder erinnert wird und sie mit traditionellen Getränken und Essen zum Feiern mit eingeladen werden. Nicht nur die Friedhöfe, sondern auch die Strassen werden mit meist orangefarbenen Blumen, der „Tagetes“ (Totenblume) geschmückt und mit vielen Lichtern und Kerzen hell erleuchtet. Durch das Erleuchten soll traditionsgemäß den Verstorbenen der Weg zu ihren lebenden Hinterbliebenen gezeigt werden.
Am „Dia de los Muertos“ feiern somit die Lebenden und die Verstorbenen gemeinsam.
2. Was macht den Dia de los Muertos so besonders?
Im Vergleich zu anderen Ländern, wie in Mitteleuropa, wird mit dem Thema Tod anders umgegangen als in Mexiko. Die Mexikaner geben ein schönes Beispiel, wie man mit dem Tod umgehen kann. Es wird nicht nur getrauert, sondern sich auch für das Leben bedankt und dieses gefeiert.
Die Menschen schauen auf die schönen Dinge im Leben und fokussieren sich darauf. Am Tag der Toten wird über die Verstorbenen nicht nur gesprochen, ihnen wird auch ein Ehrenplatz in Form eines Altars zugewiesen. Die Verstorbenen werden dazu eingeladen, sich an diesem Fest, das keineswegs traurig abgehalten wird, mitzufeiern.
So passiert es, dass bei einem Besuch dieses Festes in Mexiko, tanzende und singende Mexikaner auf Friedhöfen beobachtet werden können. Die Menschen lassen es sich dort mit festlichen Mahlzeiten gutgehen und feiern ausgelassen.
Auf einem mitteleuropäischen Friedhof wäre dies unvorstellbar.
Backe mit Kindern leckeres „Pan de Muerto“ (Hefegebäck)
3. Wo kann man den Dia de los Muertos miterleben?
Am verbreitesten ist das Fest in dem mexikanischen Staat Oaxaca. Es gibt dort zahlreiche Dörfer, die den Dia de los Muertos ausgiebig feiern. Aber auch in der Stadt „Oaxaca“ (ja, die heißt genauso wie der Staat) gibt es vom 31. Oktober bis ca. 3. November viele Schauspiele zu sehen.
Von Musikeinlagen über Theaterauftritte bis hin zu Essensständen und Schminkständen ist für viel Abwechslung gesorgt. In nahezu jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Es ist ein kunterbuntes Schauspiel, dass man bei Möglichkeit mal miterleben sollte. Die Leichtigkeit dieses Festes ist inspirierend und lässt über die eigene Haltung zum Thema Tod nachdenken.
In Mexiko City werden hauptsächlich zu touristischen Zwecken ebenfalls Tanzeinlagen gezeigt und viel Musik gespielt. Die teilnehmenden Menschen sind ebenfalls kostümiert und mit den bekannten Skelettgesichtern bemalt.
4. Worin unterscheidet sich der Dia de los Muertos von Halloween?
Wohingegen es beim bekannten „Halloween“-Fest eher darum geht, sich zu gruseln und andere zu erschrecken, geht es beim mexikanischen „Tag der Toten“ um ein fröhliches Miteinander.
Halloween und der Dia de los Muertos sind beides Feste, die an Allerheiligen oder zu Allerheiligen gefeiert werden, jedoch haben sie einen anderen Ursprung. Halloween ist ursprünglich ein keltisches Totenfest und wurde nachdem sich in Großbritannien das Christentum ausgeweitet hat, schließlich zu „all hallows eve“, dem heutigen Halloween. Richtig bekannt gemacht haben dieses Fest jedoch die Amerikaner. Sie haben das Fest weltbekannt gemacht.
Den Dia de los Muertos hingegen gibt es schon seit Jahrtausenden. Schon die Mayas und Azteken haben dieses Fest gefeiert und verstorbene Angehörige einmal im Jahr zu sich auf die Erde eingeladen.