Autor: admin_jenseclace

  • Kinderbuch schreiben – kostenlose 10 Schritte Anleitung

    Kinderbuch schreiben – kostenlose 10 Schritte Anleitung

    Mexikoreise, Kinderbuch

    Und so geht’s:

    1

    Finde deine Geschichte

    2

    Die Protagonisten und Nebenfiguren

    3

    2 Tipps die Zeit beim Schreiben sparen

    4

    Testleser

    5

    Illustrationen – die Bilder im Kinderbuch

    6

    Layout setzen

    7

    Druckerei finden

    8

    Korrektorat und Lektorat

    9

    Die Veröffentlichung deines Kinderbuches

    10

    Vermarktung

    Dieser Beitrag zeigt dir ganz genau, was du wissen musst, wenn du ein eigenes Kinderbuch herausbringen möchtest. Ich zeige dir alle 10 Schritte, die es benötigt, um dein Buchprojekt umzusetzen.

    Einblicke in mein Buch

    1. Finde deine Geschichte

    2018 bin ich zu meiner Weltreise aufgebrochen und wurde bei meiner ersten Station in Mexiko mit beeindruckender Natur überladen. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, in welchem Moment mir die Idee für mein Kinderbuch kam.

    Ich war in Oaxaca, wo das jährliche mexikanische Fest „Dia de los Muertos“, der Tag der Toten stattfindet. Ich konnte kaum Glauben, dass ich tatsächlich zu dieser Reise alleine aufgebrochen war. Hinter mir lagen Maya-Ruinen und vor mir waren in der Ferne Berge zu sehen. 

    Jen Seclace in Mexiko bei Maya Ruinen

    Tipps zur Ideenfindung

    • eigene Reisen
    • Inspiration durch aktuelle gesellschaftliche Ereignisse
    • eigenes Experten-/Wissen
    • eigener Beruf
    • persönliche Hobbies

    Ich bin so planlos zu meiner Reise angetreten, dass ich völlig fasziniert von Tom war, der konkrete Pläne für seine Weltreise hatte: über den Pazifik segeln, im Amazonas mit pinken Delfinen schwimmen, tauchen gehen und Salsa tanzen lernen. Er hatte seine Chancen und Möglichkeiten der Reise bestmöglich genutzt, wohingegen ich kaum Pläne hatte und schier Panik bekam, dass ich nicht das Beste aus meiner Reise machen würde. 

    Als dann schließlich ein Vogel an uns vorbeiflog, sagte ich scherzhaft: „Am liebsten würde ich einen Animationsfilm drehen, der Kindern zeigt, wie schön Reisen sein kann und dass es für jeden möglich ist, egal ob man Geld hat oder nicht. Und die Hauptfigur ist dann ein Vogel namens Tommy.“ 

    Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht klar, dass ich ein Jahr später diese Idee als Kinderbuch umsetzen würde.

    Du willst auch alleine reisen?

    2. Die Protagonisten und Nebenfiguren

    Man könnte sich schon im Vorfeld Gedanken machen, welche Figuren (Personen, Tiere, Fabelwesen) im Buch vorkommen sollen. Bei mir hat es sich jedoch während dem Schreiben ergeben, auf welche Tiere Tommy bei seiner Reise trifft.

    Nur eine Figur stand schnell fest. Carlos, eine erfahrene Persönlichkeit sollte Tommy von Beginn an begleiten, da Tommy in meiner Geschichte erst fliegen lernt und für seine Reise noch erst  vorbereitet werden sollte. 

    Die nachfolgende Liste hat mir schließlich dabei geholfen, die Figuren und Charaktere in meinem Buch zu beschreiben.

    Tommy und Carlos

    Tipps zur Beschreibung der Figuren

    Recherche der Figuren:

    Beispiel: Wohin fliegen welche Vogelarten? Was sind ihre Flugstrecken? Wo leben die Tiere? Was ist ihr natürlicher Lebensraum?

    Wie sehen die Figuren aus? Welche Accessoires haben sie?

    Beispiel: Tommys lockige Haare und sein Backpackerrucksack.

    Warum möchte die Figur, was in der Geschichte?

    Beispiel: Tommy will unbedingt die Welt bereisen und Abenteuer erleben, da er von Carlos, seinem Vorbild und dessen Erzählungen über das Reisen angesteckt wurde. Tommy ist sehr neugierig auf die Welt.

    Was sind die Stärken der Figur?

    Beispiel: Tommy hat schnell fliegen gelernt und kann mit den Großen mithalten. Er ist gesellig, beliebt und hilfsbereit, hat keine Scheu und erlebt deshalb tolle Abenteuer.

    Was sind die Schwächen dieser Figur?

    Beispiel: Tommy ist ungeduldig, möchte sich von einem Abenteuer ins nächste stürzen, manchmal denkt er, er weiß es besser.

    Welche Katastrophe widerfährt der Figur, damit sie sich entwickeln kann?

    Beispiel: Mick hat sein Zuhause wegen Abholzung verloren und gerät in einen Sturm. Diese Erfahrungen machen ihn stärker und er findet sein Glück.

    Welche Vergangenheit hat die Figur?

    Beispiel: Tommys Familie bzw. der Vogelschwarm fliegt normalerweise nur ans Mittelmeer. Er möchte jedoch mehr von der Welt sehen und weiter weg fliegen. Deshalb löst er sich von dem Schwarm, um eigene Abenteuer zu entdecken.

    Was möchte die Figur in der Geschichte erreichen?

    Beispiel: Tommy möchte aus seinem gewohnten Leben ausbrechen, die Welt bereisen und so viel wie möglich sehen und entdecken.

    Die de los Muertos - Pan de Muertos Hefegebäck Rezept
    Der „Dia de los Muertos“

    3. Zwei Tipps zum Zeitsparen beim Schreiben

    Die Sprachfunktion in Google Docs (kostenlos) ermöglicht es durch Einsprechen einen Text zu erstellen. Dieser mag Fehler beinhalten, diese lassen sich jedoch einfach beseitigen. 

    Zudem ist DUDEN Mentor (kostenlos) mehr als hilfreich um Grammatikfehler zu korrigieren.

    Tipp 1: Sprachfunktion in Google Docs

    Hier findest du die Sprachfunktion von Google Docs:

    • Google Account 
    • Google Docs öffnen
    • neues Dokument erstellen 
    • in der oberen Zeile “Tools” auswählen
    • “Spracheingabe” antippen

    Tipp 2: DUDEN Mentor

    Nicht nur Grammatikfehler, auch Wortwiederholungen werden von DUDEN Mentor angemerkt (in der Premium-Version gibt es Synonymvorschläge). 

    Zur reinen Grammatiküberprüfung ist das Tool komplett kostenfrei. 

    Hier der Link (unbezahlte Werbung, da genial)

    4. Testleser

    Ist die Geschichte erst einmal aufgeschrieben, sollte sie unbedingt einigen Testlesern gegeben werden. Nachdem ich etwa die Hälft der Geschichte geschrieben hatte, habe ich sie zunächst drei unterschiedlichen Personen zum Testlesen gegeben. 

    Nachdem ich die ersten Rückmeldungen hatte und die Verbessungsvorschläge eingearbeitet wurden, hatte ich die Geschichte einer ersten Klasse einer Schule in ihrer Lesestunde vorgelesen. Das war für mich die Reifeprüfung. 

    Nachdem alle 24 Kinder dieser Klasse mir eine halbe Stunde lang zugehört hatten, zwischendurch Fragen gestellt und Laute wie “oh wow” oder „wie süß” oder “ich war schon mal in Portugal” von sich gaben, wusste ich, dass meine Geschichte für Kinder verständlich geschrieben ist.

    Lesung Erste Klasse, Tommy will los, Kinderbuch
    Lesung Tomm will los, Kinderbuch, Erste Klasse, Grundschule

    Wie viele Testleser werden benötigt?

    Die Anzahl kann natürlich unterschiedlich hoch sein. In meinem Fall war es mir wichtig, dass immer mindestens eine Person aus den folgenden Bereichen kam:

    • Eltern
    • Kinder aus der Zielgruppe (in meinem Fall Kinder von 4 bis 9 Jahre)
    • Personen ohne Kinder
    • Pädagoge/in
    • Literaturstudent/-dozent
    • Weltreisende
    • Freunde und unbekannte Personen

    5. Illustrationen – die Bilder im Kinderbuch

    Keine einfache Aufgabe, denn bei Illustrationen geht es darum Gefühle und Atmosphäre zu übermitteln. Da bietet sich eine Zusammenarbeit mit einem Illustrator an, jedoch kann die Vorstellung vom Autor und dem Illustrator weit auseinander gehen. Dies ist mir passiert. 

    Ich habe mir von drei verschiedenen sehr tollen Künstlern Entwürfe von Tommy geben lassen. Die Illustrationen an sich waren wunderschön. Allerdings hatte ich schon eine konkrete Vorstellung in meinem Kopf und selbst auch schon immer gerne gemalt. Weshalb ich mich dazu entschloss, die Illustrationen selbst zu erstellen. Es hat wirklich gedauert bis die Bilder dann toll aussahen. Nachfolgend Einblicke in die Anfänge.

    Tommy mustert seine Flügel, Kinderbuch Tommy will los

    Vorteil: Selbst illustrieren

    • man wird selbst zum Star der Illustrationen
    • es spart Geld
    • eigene Vorstellungen werden direkt umgesetzt
    • keine Abhängigkeit vom Illustrator/in
    • Bildrechte liegen bei dir

    Nachteil: Selbst illustrieren

    • Einarbeitung in Malprogramme wie Photoshop oder Sketchbook (insofern digital illustriert wird) notwendig
    • Gefahr die falschen Dateitypen auszuwählen
    • Bildgrößen sind evtl. nicht ohne Qualitätsverlust anpassbar
    • Illustrationen benötigen Zeit

    Zusammenarbeit mit einem Illustrator/in

    Ein großer Vorteil ist, wenn der Illustrator nicht nur die Zeichnungen, sondern auch das Layout übernimmt. Denn Text und Bild muss natürlich auch für das Kinderbuch zusammengeführt werden. 

    6. Layout setzen

    Auch das Layout kann man für sein eigenes Kinderbuch selbst übernehmen. Hierfür benötigt man ein professionelles Layout- und Satz-Programm. Ich habe mit InDesign gearbeitet und YouTube-Tutorials genutzt.

    Bei Büchern mit vielen Seiten (bei mir waren es ca. 76 Seiten), kann man das Buch in verschiedene Abschnitte unterteilen und später zu einem kompletten Buch zusammenführen lassen.

    Hier ein Beispiel-Tutorial (die Stimme ist etwas monoton, aber der Inhalt ist gut):

    Besonderheiten beim Layout setzen

    • Buchgröße auswählen
    • Beschnittzugabe bei Druckerei erfragen und in die Datei übernehmen
    • Layoutgröße für Umschlag (Cover und Rückseite) mit Buchrückendicke (das ist die schmale Seite eines Buches) bei der Druckerei ebenfalls erfragen
    • Beim Zusammensetzen des Bildes und Textes ggf. die Textumflußfunktion verwenden, damit der Text Bilder umfließen kann (nachfolgend zwei Beispiele)
    Bsp. 1 Textumflussfunktion Adobe Indesign
    Bsp. 2 Textumflussfunktion Adobe Indesign

    7. Druckerei finden

    In jedem Impressum eines Buches steht, wo es gedruckt wurde. Hierbei hatte ich mich an sehr bekannte Kinderbücher wie “Der Drache Kokosnuss” orientiert und schickte schließlich meine Anfragen für den gewünschten Druck inkl. Anzahl der Exemplare an verschiedene Druckereien.

    Jede Druckerei hat andere Anforderungen bzgl. der Mindestabnahme an Exemplaren. Dies kann z. B. 200 oder 500 Stück sein.

    Mein erstes Kinderbuch habe ich als Hardcover mit Fadenbindung bei einer Tschechischen Druckerei drucken lassen. Die Zusammenarbeit war hervorragend und das Ergebnis war bombastisch. 

    Top Zusammenarbeit mit Finidr Druckerei
    Druckerei-Tipp! unbezahlte Werbung, da ich zufriedene Kundin bin

    Tipps für den Druck

    • unbedingt Probedruck machen lassen (wenn möglich bei der Wunschdruckerei, falls nicht möglich, alternativ bei einer anderen Druckerei)
    • Fragen an Druckerei stellen (es gibt keine doofen Fragen)
    • Papiermuster schicken lassen
    • nach FSC-zertifiziertem Papier fragen, damit gewährleistet werden kann, dass das Papier aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft kommt

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    8. Korrektorat & Lektorat

    Beim Lektorieren geht es um die Prüfung und Optimierung eines Textes hinsichtlich Inhalt und Stil. Es wird geschaut, ob der Text flüssig zu lesen und für den Leser verständlich ist. Beim Korrektorat geht es um die Prüfung von Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung und Silbentrennung. Es wird geprüft, ob alle Satzzeichen richtig gesetzt sind und alle Wörter richtig geschrieben.

    Ob ein Lektorat und Korrektorat nun benötigt wird oder nicht, hängt davon ab, ob man Wert auf gute Qualität legt. Wenn man nämlich von sich selbst meint, einen Text komplett fehlerfrei schreiben zu können, liegt man sehr wahrscheinlich falsch damit. Denn irgendwann wird jeder betriebsblind. 

    Wenn Kinderbücher lektoriert und Korrektur gelesen wurden, ist das ein Qualitätsmerkmal und ist zu empfehlen.

    Korrektorat

    Was wird geprüft?

    • Grammatik
    • Rechtschreibung
    • Zeichensetzung
    • Silbentrennung

    Lektorat

    Prüfung und Optimierung von Inhalt und Stil

    • Ist der Text flüssig zu lesen?
    • Gibt es Wortwiederholungen?
    • Verbesserung vom sprachlichen Ausdruck

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    9. Die Veröffentlichung deines Kinderbuches

    Klassischer Verlag:

    Ein sicherlich ganz toller Weg ist die Veröffentlichung über einen Verlag. Mit einem Skript kann man sich dort bewerben. Der Verdienst des Autors ist allerdings angeblich nicht besonders rosig. Zu der Zeit meiner Recherche war von max. 2,50 € pro Buch die Rede. 

    Ich persönlich hatte mich schnell dagegen entschieden, da ich schon konkrete Vorstellungen für mein Kinderbuch hatte und mich nicht von ggf. Ablehnungen entmutigen lassen wollte. Ich war hochmotiviert das Projekt alleine durchzuziehen.

    Print-on-demand: 

    Man kann sein Kinderbuch auch bei einem Print on Demand Anbieter (zum Bsp. POD) drucken lassen. Das Buch wird dann erst bei eingehender Bestellung gedruckt. Bei einem Kinderbuch sollte man jedoch genau berechnen, ob es sich lohnt. Denn die Preise für Print-on-Demand hängen von der Anzahl der farbigen Seiten (teurer als schwarz-weiß) ab und auch ein Hardcover ist sehr teuer. 

    Der Vorteil ist, dass man selbst nicht in Vorleistung treten muss. Alles was schwarz-weiß gedruckt werden soll, wie zum Beispiel Romane, lassen sich darüber sehr gut anbieten. Für ein Kinderbuch bietet es sich nur für ein Softcover an.

    Self-Publishing:

    Wieso also das eigene Kinderbuch nicht selbst verlegen? Man hat natürlich nicht die Kontakte und die anfängliche Reichweite, die klassische Verlage und auch Print-on-Demand Anbieter haben, aber man kann zumindest alle Entscheidungen selbst treffen. Außerdem ist es gar nicht so schwer, einen eigenen Verlag zu gründen.

    Nachfolgend eine Checkliste für das Gründen eines eigenen Verlags mit dem man wohlgemerkt nur seine eigenen Werke veröffentlichen kann.

    Jen Seclace, Weltreisende Kinderbuchautorin, Reisen, Kinderbuch auf Social Media, Facebook, Instagram (jenseclace_autorin), Pinterest
    Vernetz dich mit mir auf Social Media

    Checkliste: Verlagsgründung

    • Anmeldung eines Gewerbes 
    • ISBN-Verlagsnummer (erhält man automatisch, wenn man die ersten ISBN-Nummern erwirbt)
    • VLB-Jahresbeitrag (Verzeichnis Lieferbarer Bücher), wenn man möchte, dass das Buch bei jedem Buchhändler bestellbar ist
    • Ein Buch pro Titel an die Deutsche Nationalbibliothek schicken (Kosten müssen selbst getragen werden)
    • Eröffnung eines Firmenkontos (bei jeder Selbstständigkeit zu empfehlen)
    • Eintrag in das Adressbuch des deutschen Buchhandels (ADB), wenn gewünscht 

    10. Vermarktung des Kinderbuches

    Auf Social-Media Facebook, Instagram, Pinterest und Youtube, habe ich jeweils einen Autorenaccount, der manchmal mehr und manchmal weniger befüllt wird, da es auch etwas zeitaufwendig ist. Jedoch ist es auch wirksam. 

    Sobald ich auf Social Media weniger oder kaum noch aktiv bin, verkaufe ich schlichtweg auch nichts. Bin ich aktiv, werden Menschen auf mein Kinderbuch aufmerksam. Egal, wie man seine Vermarktungsstrategie angeht, dran bleiben, ist angesagt.

    Das alleinige Auftreten in der digitalen Welt reicht allerdings nicht aus, um ein Buch zu vermarkten. Der stationäre Buchhandel macht immer noch mit ca. 50%, wenn nicht sogar noch mehr, den Hauptvertriebskanal von Büchern aus.

    Des Weiteren gibt es verschiedene Schreibwettbewerbe für den Bereich Kinderbücher. Die Teilnahme oder gar der Gewinn solcher Wettbewerbe kann ebenfalls zu mehr Bekanntheit des Buches führen.

    Schreibwettbewerbe

    Eine Auflistung von jeder Menge Schreibwettbewerbe gibt es bei www.kinder-jugendbuch-verlage.de/

    3 Wege zur eigenen Vermarktung 

    • Passende Social-Media-Kanäle raussuchen und aufbauen
    • an Buchhandlungen herantreten
    • an Schreibwettbewerben teilnehmen

    Du hast es geschafft!

    Das waren die 10 Schritte, die du benötigst, um deine Kinderbuchidee in die Realität umzusetzen. Ich wünsche dir bei deinem Vorhaben viel Erfolg.

    Wenn dir der Beitrag gefallen hat, freue ich mich über einen Kommentar von dir.

  • Das leckerste „Pan de Muertos“ Rezept (vegan)

    Das leckerste „Pan de Muertos“ Rezept (vegan)

    Die de los Muertos - Pan de Muertos Hefegebäck Rezept

    Was ist Totenbrot?

    Das Pan de Muertos ist im Original ein süßes Hefegebäck und wird neben den Zuckerschädeln am Tag der Toten verspeist. Es ist ganz leicht zu backen und kann somit auch mit Kindern gemeinsam gemacht werden.

    Für das Backen sollten ca. 2 Stunden und 15 Minuten eingeplant werden. Der Teig wird einmal für eine Stunde zum Ruhen zur Seite gestellt.

    Dieses ganz tolle vegane Rezept stammt von www.brownsugarandvanilla.com. Ein nicht-veganes Rezept findet ihr außerdem hier mit nur einem Klick.

    Zutaten:

    • 2 Tassen Mandelmilch 
    • 1/2 Tasse Distelöl
    •  Teelöffel Trockenhefe
    • 3/4 Tasse Zucker und etwas Zucker zum späteren Bestreuen
    • 4 ½ Tassen Mehl und etwas Mehl zum leichteren Teig kneten
    • 1/2 Teelöffel Salz
    • 1 Teelöffel geriebene Orangenschale

    Geräte:

    • 2 Schüsseln
    • Küchenwaage und Messbecher
    • Handrührgerät oder Küchenmaschine
    • Backblech und Backpapier
    • Backpinsel
    Rezept mexikanisches Totenbrot

    Und so geht’s:

    1

    Die Mandelmilch und das Distelöl auf 35 Grad Celsius erhitzen. Also etwas aufwärmen.

    2

    Das Mehl in die Schüssel einer Küchenmaschine geben und in der Mitte eine Vertiefung eindrücken. Den Zucker und die Hefe hineinstreuen. Die warme Mandelmilch und das Öl hineingießen und mit dem Knethaken (alternativ Handrührgerät nutzen) 10 Minuten lang auf langsamer Stufe mixen. Die restlichen Zutaten hinzugeben und gut vermischen. 

    3

    Den Teig in eine gefettete Schüssel geben und eine Stunde gehen lassen.

    4

    In der Zwischenzeit bereiten wir ein Backblech mit Pergamentpapier vor. Der Teig wird nach dem Ruhen auf das Backblech gegeben und drei kleine Stücke abgeteilt. Mit dem Rest wird eine größere Kugel geformt. Damit der Teig nicht zu stark klebt, bemehlen wir unsere Hände.

    5

    Der Ofen wird auf 175 Grad Celsius vorgeheizt.

    6

    Zwei der drei kleinen Teigstücke wird nun zu Schlangen geformt und das letzte kleine Stück zu einer Minikugel.

    7

    Schließlich wird das große Teigstück in Form eines X mit den Schlangen belegt. In die Mitte des X wird die Minikugel aufgesetzt. 

    8

    Das Pan de Muertos wird 30 Minuten lang gebacken, bis die Oberseite goldbraun ist. Während das Brot noch warm ist, etwas Öl oder geschmolzene vegane Butter mit einem Backpinsel darauf streichen und mit Zucker bestreuen.

    Anmerkung

    • Der Teig wird klebrig sein, es ist wichtig, ihn 10 Minuten lang zu kneten, sowie in Punkt 2 beschrieben.
    • Es ist einfacher gleich drei Totenbrote zu formen und zu backen, denn sie halten ihre Form besser.
    • Es sollte dicke Mandel- oder andere Pflanzenmilch verwendet werden und keine, die zu wässrig ist.

    BON APPETTIT

  • Das leckerste „Pan de Muertos“ Rezept

    Das leckerste „Pan de Muertos“ Rezept

    Was ist Totenbrot?

    Das Pan de Muertos ist im Original ein süßes Hefegebäck und wird neben den Zuckerschädeln am Tag der Toten verspeist. Es ist ganz leicht zu backen und kann somit auch mit Kindern gemeinsam gemacht werden.

    Für das Backen sollten ca. 2 Stunden und 45 Minuten eingeplant werden. Der Teig wird zweimal für eine Stunde zum Ruhen zur Seite gestellt.

    Alternativ gibt es auch ein ganz tolles veganes Rezept von www.brownsugarandvanilla.com. Dieses Rezept findest du auch auf meiner Seite ganz einfach hier mit einem Klick.

    Zutaten:

    • 400 g Mehl
    • 1 Päckchen Trockenhefe
    • 75 ml Wasser
    • 75 ml Milch
    • 50 g weiche Butter
    • 75 g Zucker
    • 1 Prise Salz
    • 1 TL Anissamen
    • 3 Eier (2 für den Teig und 1 für die Glasur)
    • 50 g Puderzucker
    • ggf. Zuckerschrift zum Verzieren

    Geräte:

    • 2 Schüsseln
    • Küchenwaage und Messbecher
    • Handrührgerät
    • Backblech und Backpapier
    • Gabel, Esslöffel, Backpinsel
    • tiefer Teller zum Anrühren des Gusses
    Rezept mexikanisches Totenbrot

    Und so geht’s:

    1

    Das Mehl wird mit der Trockenhefe in einer Schüssel vermengt und beiseite gestellt.

    2

    In einer anderen Schüssel werden Milch, Wasser, Zucker, Butter, Salz, Anissamen und zwei Eier mit dem Handrührgerät vermixt. Nun wird dieses Gemisch mit dem Mehl und der Trockenhefe vermengt und ein Teig daraus geknetet. Im Falle, dass der Teig zu klebrig ist, kann noch etwas Mehl hinzugegeben werden.

    3

    Damit der Teig nun etwas aufgehen kann, wird er an einem warmen Ort zur Seite gestellt (zum Beispiel auf einer sonnigen Fensterbank). Die Schüssel wird mit einem Küchenhandtuch abgedeckt. Der Teig bleibt dort für eine Stunde stehen und geht nach und nach auf.

    4

    Nach ca. einer Stunde kann der Teig dann nochmal durchgeknetet werden. Eine etwa faustgroße Menge des Teiges wird abgetrennt. Daraus werden später die „Knochen“ geformt. Der übrige Teig wird zu einem runden Laib geformt und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech platziert.

    5

    Der beiseite gelegte Teig wird nun zu „Knochen“ geformt. Hierfür werden zwei Schlangen oder Würste gerollt. Diese werden dann überkreuzt auf das Laib gelegt. Gegebenenfalls kann noch eine Kugel geformt werden, die einen Totenschädel darstellen soll. Dieser Schädel wird vorsichtig auf die überkreuzten Knochen gedrückt.

    6

    Der Laib wird nun noch einmal zum Aufgehen für eine Stunde an einen warmen Ort gestellt.

    7

    Schließlich wird der Backofen auf 180 Grad Celsius vorgeheizt. Das dritte übrige Ei wird nun mit einer Gabel und zwei Teelöffel Wasser verquirlt. Daraus entsteht die Glasur. Mit dieser wird der Laib nach seiner Ruhezeit bestrichen. Hierfür eignet sich ein Backpinsel. 

    8

    Jetzt kommt das Laib in den Backofen für ca. 25 bis 30 Minuten. Sobald das Laib golden und leicht braun ist, ist es fertig gebacken.

    9

    Wenn das Laib ausgekühlt ist, werden die „Knochen“ mit Zuckerguss bestrichen. Hierfür wird der Puderzucker mit einem Esslöffel Wasser verrührt. Ist die Glasur trocken, kann das „Pan de Muertos“ verzehrt werden. 

    10

    Letztlich kann das Laib noch bunt mit Zuckerschrift verziert werden. Dies ist allerdings optional und kein Muss. 

    Bon Appettit

  • 4 spannende Fragen zum „Dia de los Muertos“

    4 spannende Fragen zum „Dia de los Muertos“

    1. Was ist der „Dia de los Muertos“?

    Der Dia de los Muertos, zu Deutsch „der Tag der Toten“ (englisch „Day of Death“) ist das wichtigste mexikanische Traditionsfest in ganz Mexiko und wurde 2003 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt. 

    Einmal im Jahr (1. + 2. November) findest dieses traditionelle Fest in Mexiko statt. Es gibt Gebiete in Mexiko, die diesen Feiertag stärker feiern als andere. In dem mexikanischen Staat Oaxaca zum Beispiel, als auch in Mexiko City findet dieses spektakuläre Fest in ausgeprägter Form statt. An diesem Festtag wird nicht nur den Toten gedacht, sondern auch das Leben gefeiert.

    Zahlreiche Mexikaner versammeln sich zu dieser Zeit traditionell auf Friedhöfen. Dort werden die Verstorbenen geehrt, indem an sie durch aufgestellte Bilder erinnert wird und sie mit traditionellen Getränken und Essen zum Feiern mit eingeladen werden. Nicht nur die Friedhöfe, sondern auch die Strassen werden mit meist orangefarbenen Blumen, der „Tagetes“ (Totenblume) geschmückt und mit vielen Lichtern und Kerzen hell erleuchtet. Durch das Erleuchten soll traditionsgemäß den Verstorbenen der Weg zu ihren lebenden Hinterbliebenen gezeigt werden.

    Am „Dia de los Muertos“ feiern somit die Lebenden und die Verstorbenen gemeinsam.

    2. Was macht den Dia de los Muertos so besonders?

    Im Vergleich zu anderen Ländern, wie in Mitteleuropa, wird mit dem Thema Tod anders umgegangen als in Mexiko. Die Mexikaner geben ein schönes Beispiel, wie man mit dem Tod umgehen kann. Es wird nicht nur getrauert, sondern sich auch für das Leben bedankt und dieses gefeiert.

    Die Menschen schauen auf die schönen Dinge im Leben und fokussieren sich darauf. Am Tag der Toten wird über die Verstorbenen nicht nur gesprochen, ihnen wird auch ein Ehrenplatz in Form eines Altars zugewiesen. Die Verstorbenen werden dazu eingeladen, sich an diesem Fest, das keineswegs traurig abgehalten wird, mitzufeiern

    So passiert es, dass bei einem Besuch dieses Festes in Mexiko, tanzende und singende Mexikaner auf Friedhöfen beobachtet werden können. Die Menschen lassen es sich dort mit festlichen Mahlzeiten gutgehen und feiern ausgelassen.

    Auf einem mitteleuropäischen Friedhof wäre dies unvorstellbar

    Backe mit Kindern leckeres „Pan de Muerto“ (Hefegebäck)

    3. Wo kann man den Dia de los Muertos miterleben?

    Am verbreitesten ist das Fest in dem mexikanischen Staat Oaxaca. Es gibt dort zahlreiche Dörfer, die den Dia de los Muertos ausgiebig feiern. Aber auch in der Stadt „Oaxaca“ (ja, die heißt genauso wie der Staat) gibt es vom 31. Oktober bis ca. 3. November viele Schauspiele zu sehen.

    Von Musikeinlagen über Theaterauftritte bis hin zu Essensständen und Schminkständen ist für viel Abwechslung gesorgt. In nahezu jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Es ist ein kunterbuntes Schauspiel, dass man bei Möglichkeit mal miterleben sollte. Die Leichtigkeit dieses Festes ist inspirierend und lässt über die eigene Haltung zum Thema Tod nachdenken.

    In Mexiko City werden hauptsächlich zu touristischen Zwecken ebenfalls Tanzeinlagen gezeigt und viel Musik gespielt. Die teilnehmenden Menschen sind ebenfalls kostümiert und mit den bekannten Skelettgesichtern bemalt. 

    4. Worin unterscheidet sich der Dia de los Muertos von Halloween?

    Wohingegen es beim bekannten „Halloween“-Fest eher darum geht, sich zu gruseln und andere zu erschrecken, geht es beim mexikanischen „Tag der Toten“ um ein fröhliches Miteinander

    Halloween und der Dia de los Muertos sind beides Feste, die an Allerheiligen oder zu Allerheiligen gefeiert werden, jedoch haben sie einen anderen Ursprung. Halloween ist ursprünglich ein keltisches Totenfest und wurde nachdem sich in Großbritannien das Christentum ausgeweitet hat, schließlich zu „all hallows eve“, dem heutigen Halloween. Richtig bekannt gemacht haben dieses Fest jedoch die Amerikaner. Sie haben das Fest weltbekannt gemacht.

    Den Dia de los Muertos hingegen gibt es schon seit Jahrtausenden. Schon die Mayas und Azteken haben dieses Fest gefeiert und verstorbene Angehörige einmal im Jahr zu sich auf die Erde eingeladen.

  • 5 Gründe warum alleine Reisen so wichtig ist

    5 Gründe warum alleine Reisen so wichtig ist

    1. Alleine Reisen stärkt das Selbstbewusstsein

    Hätte ich je gedacht, dass ich mal in Spanien auf die Polizei zugehe und mit kaum vorhandenen Spanischkenntnissen sowie mit Händen und Füßen versuche, einen Lift zur Bushaltestelle zu bekommen, da ich um 6 Uhr morgens in Marbella kein Taxi bekam?

    Wohl kaum. Genau das ist es jedoch, was das Reisen auszeichnet. Raus aus der Komfortzone und rein ins Abenteuer. Wenn man dann noch alleine durch muss, zieht man vor sich selbst den Hut. Ich kann mir kaum wirkungsvollere Methoden vorstellen, die das eigene Selbstbewusstsein mehr pushen.

    Alleine Reisen in Mexiko
    Mexiko 2018

    2. Lösungen statt Probleme

    Wenn man alleine auf Reisen geht, begegnet man so ziemlich tagtäglich unvorhergesehenen Problemen. Entweder man freundet sich mit diesen schließlich an oder man lässt es sein. Dann wiederum kann es sein, dass die geplante lange Reise doch kürzer ausfällt als gedacht. 

    Deshalb dran bleiben und nicht unterkriegen lassen, wenn mal was nicht so läuft wie man es gerne hätte. Als ich zum Beispiel in Marbella war, mich im Hostel noch darüber erkundigt hatte, ob es einfach sei morgens ein Taxi zu bekommen und ich selbst dem Rezeptionist noch vorschlug, mir bitte ein Taxi vorzubestellen, wurde ich damit abgetan, dass es überhaupt kein Problem sei morgens eins zu bestellen. Tja, das am nächsten Morgen bestellte Taxi kam allerdings nie und mir lief die Zeit davon. Sich über dieses Problem zu ärgern, brachte zudem auch nichts.

    Oben auf dem Berg würde mein Bus abfahren, der mich zum Flughafen bringt, um meinen Flieger nach Amsterdam zu bekommen. Zu Fuß den Berg hoch? Das würde ich zeitlich nicht schaffen, vor allem nicht mit meinem Rucksack, der mich nochmals um 3 km/h langsamer machte. 

    Deshalb musste eine andere Lösung her, jemand müsse mich den Berg hochfahren. Wie aus dem nichts kam ein Auto angefahren und parkte in meiner Nähe. Das war dann die nette Polizei von Marbella.

    Schon mal vom „Tag der Toten“ gehört?

    3. Reisen macht schlau

    Beim Reisen ist die Welt wie ein Museum. Wenn man interessiert ist, eröffnet sich einem unendliches Wissen, nützliches und vielleicht auch unnützes Wissen. Allerdings würde ich behaupten, dass egal was man hinzulernt, es macht einen schlauer.

    Hierbei geht es nicht nur darum zu wissen, wann zum Beispiel die Mayas in Mexiko gelebt haben, welche traditionelle und tödliche Spiele sie veranstalteten oder das Opfergaben in die Cenoten geworfen wurden, in denen sich heutzutage Touristen und auch Einheimische durch das Schwimmen in dem wunderschönen glasklarem Wasser eine Abkühlung holen.

    Es geht auch darum, sich mit Menschen aus anderen Kulturen zu unterhalten, um letztlich verstehen zu können, wie unsere Welt und ihre Gesellschaften funktioniert. Der wichtigste Grund, der meiner Meinung nach für das Alleine Reisen spricht, kommt jedoch noch. 

    Totenbrot, Rezept Pan de Muertos, mexikanisch
    Leckeres Totenbrot-Rezept (Hefegebäck „Pan de Muerto“)

    4. Alleine Reisen ist entspannter

    Auch wenn man es zunächst nicht glauben mag, jedoch ist Alleine Reisen wesentlich entspannter als einen Reisepartner an der Seite zu haben.

    Man muss sich zwar um alles alleine kümmern, das wiederum stresspotenzial hat, allerdings ist man auch komplett frei in jeglicher Reiseentscheidung, die zu treffen ist. Die meisten Leute mit denen ich mich unterhalten habe, bevorzugten definitiv das Alleine Reisen genau aus diesem Grund. 

    Ich selbst kann auch nur ein, zwei Freunde benennen mit denen ich es mir vorstellen könnte für längere Zeit gemeinsam zu verreisen. Man kann im normalen Leben die besten Freunde sein, aber grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen vom Reisen an sich. Der eine möchte an einem Tag besonders viel erleben und hetzt von Attraktion zu Attraktion und der andere schläft gerne aus und macht lieber weniger am Tag und genießt die Erlebnisse in vollen Zügen. So eine Kombi kann nicht funktionieren.

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    5. Man lernt sich selbst richtig kennen

    Der für mich persönlich wahrscheinlich wichtigste Grund für das Alleine Reisen ist, dass man so viel über sich selbst lernt und sich richtig gut kennenlernt. 

    Wie geht es mir, wenn es mal schwierig wird? Wie verhalte ich mich, wenn ich in Problemsituationen gerate? Mag ich immer Rücksicht auf andere nehmen oder geht es mir nicht besser, wenn ich mehr zu mir stehe und einfach sage, was ich denke? Was ist mir wichtig im Leben, wovon möchte ich mich entfernen?

    Das Reisen liefert zu all diesen Fragen Antworten, insbesondere und wahrscheinlich auch früher als später, wenn man alleine reist.

    Ich möchte jedenfalls die Zeit des alleine Reisens nicht missen und bin dankbar dafür, dass ich den Mut, unter anderem durch Zuspruch von Freunden, hierfür aufbringen konnte.

    NAMASTE – hat sich so angefühlt als würde das hier jetzt gut hinpassen.

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